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Meine Wirkungsstaette

24.10.2006
Hallo Ihr Lieben!
Heute moechte ich Euch ein bisschen aus dem Leben einer Volunteer und meiner neuen Wirkungsstaette berichten.
Jedem, der sich fuer die Organisation interessiert, sei die Homepage www.lekagape.de ans Herz gelegt.

Lekagape ist eine von einer Deutschen aufgebaute Organisation in Lulekani, einem ehemaligen Township von Phalaborwa. Es gibt ein Shelter (Frauen- und Kinderschutzhaus). Hier werden Kinder und Frauen aufgenommen, die Gewalt erfahren haben bzw. von Gewalt bedroht sind. Dies sind v.a. Kinder, Frauen hat es z. Z. drei, alle anderen sind gestorben. Es gilt prinzipiell die Devise, dass nur im aeussersten Notfall und wenn niemand anderes eintreten kann, Kinder und Frauen aufgenommen werden, Selbsthilfe ist hier das wichtigste. Hier werden ausserdem Kinder unterrichtet, die nicht in die Schule gehen, oder solche, die in die Schule gehen, bekommen am Nachmittag Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung. Die Kinder muessen von der Schule eine Anwesenheitsbestaetigung mitbringen, ansonsten gibt’s nix zu essen. Ein kleiner aber notwendiger Trick, um die Eltern bei der Stange zu halten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Dann gibt es ein Buero, hier koennen saemtliche Einheimische zum Faxen, Kopieren, Briefe schreiben lassen etc. kommen. Ausserdem eine Baeckerei, in der ganz Lulekani seine Weckle kauft und die Rosinenschnecken nur 1,8 Rand kosten (18 cents – unverschaemt guenstig und verfuehreisch – also das Essen vor Afrika, da es dort ja nix mehr geben koennte, haette ich mir durchaus sparen koennen. Des weiterern gibt’s, unabdingbar fuer Afrika, ein Aidspraeventivprojekt (in Franchisemanier-ja Franchise gibt’s sogar in Afrika). Und fuer alle Students wurde Basambilu gebaut. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein klassiches Backpacker, mit Bar und Ausflugsprogramm. Hier ueberall wurden Arbeitsplaetze fuer Einheimische geschaffen. Also oberstes Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.
Wir Students halten Shelter und Office am Leben. Generation Praktikum gilt also auch fuer Afrika… Es gibt noch ein paar Hausmuetter, die die Kinder bekochen und abends und nachts da sind.

Seit Montag arbeite ich als Lehrerin fuer Englisch und Mathe, wofuer ich besonders in Englisch geradezu praedestiniert bin Ein Gruesschen an Anna: Du musst kein Englisch mehr lernen!! Meiner Erfahrung nach reichen selbst rudimentaere Kenntnisse. 3 Mal die Woche finden 2 Std Unterricht am Morgen statt, 3 Mal am Nachmittag eine Stunde Hausaufgaben. Meine Klasse ist die groesste mit 8 Schuelerinnen, alle so um die 6 Jahre. Hier in Afrika weiss man das ja nie so genau… Sie gehen nicht zur Schule, da die Eltern kein Geld dafuer haben bzw. es keine Eltern mehr gibt (hier liegt die Aidsrate bei getesteten 25%, ohne Dunkelziffer, und die mittlere Generation, sprich die Eltern, sterben einfach weg.) Die groesste Schwierigkeit ist es, Kindern die Basics wie Lesen, Schreiben und Rechnen in einer Sprache beizubringen, die sie nicht sprechen koennen, gleichzeitig diese neue Sprache und unglaubliche Namen zu lernen… 2 Mal die Woche findet morgens ein Beschaeftigungsprogramm statt. Ausserdem werde ich das Foodmanagement einer abreisenden Studentin uebernehmen. Und ein Projekt „16 days against violence aigainst women“ mitorganisieren.
Ansonsten sind hier eigene Ideen stets willkommen. Z.Z. gibt es das Chickenhouse- und das Humus-Projekt, sprich Huehneransiedlung und Humusgewinnung und glaubt nicht, dass das ein Kinderspiel waere!! Hier in Afrika braucht alles ein bisschen laenger und so Huehner muessen vor Schlangen u.ae. geschuetzt werden sprich alles will gut ueberlegt werden!
Und… fuer alle die Angst hatten mein Urlaub kaeme zu kurz… no panic. Ich werde hier mehr Urlaub machen als arbeiten. Am Donnerstag geht’s schon wieder auf nen 2-taegigen Trip nach Venda. Und laut meinem Plan brauche ich im Dezember eigentlich erst gar nicht zum Arbeiten antreten, da jagt ein Ausflug den anderen.
Es ist echt eine tolle Mischung aus Arbeit und Kennen lernen des Landes. Wobei ich mich schon auch frage, wie effektiv eine solche Hilfe ist. Wahrscheinlich ist sie auf den einzelnen Volunteer recht uneffektiv, aber gesamt gesehen findet die ganze Woche ein volles Programm statt und das holt viele Kids von der Strasse, haelt sie schlichtweg am Leben oder gibt ihnen eine kleine Abwechslung vom tristen Alltag und das gesamte Projekt schafft Arbeitsplaetze. Und gleichzeitig kann man hier nicht mit europaeischen Massstaeben nach Erfolg fragen. Dies hier ist Afrika!!
In diesem Sinne
famba kache (der Erfolg meines Shangan-Lernens des heutigen Tages. Wir haben naemlich die erste Woche taeglich Shangan-Unterricht, die hiesige Stammessprache)
Eure Steffi
24.10.06 20:36
 


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