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The Chickenhouse Project

Ein grosses HALLO nach Europa!
... und vielen Dank fuer die Entsendung Eures Wetters nach Suedafrika! Ich fuehle mich an diesem Wochenende sehr heimisch;-) Es regnet das komplette Wochenende, wir sind in dicke (so dick wie irgend dabei;-) Jacken eingewickelt, muessen geschlossene Schuhe tragen... Und was macht man an so nem verregneten Wochenende? Lange schlafen!! (Endlich mal schlafen, weil es kuehler als 30 Grad in der Huette ist, yeah!) Gemuetlich fruehstuecken und dann weiter auf Europa machen: Spaziergang durch Lulekani und Kaeffchen und Kuchen am Nachmittag:-) Very nice! Schon ein bisschen verrueckt, wie sehr ich mich hier ueber schlechtes Wetter freue...
Der einzige Nachteil des endlich mal eingetretenen Regens: Unser Chickenhouse kann nicht fertig gebaut werden... Und dazu gibt es eine echt verrueckte Geschichte:
Einige Students hatten ein Chickenhouse-Project geplant, damit unsere Kiddis mal was anderes essen koennen wie Elefant:-) und damit wir Eier haben, die hier verhaeltnismaessig teuer sind. Ein Schreiner, der hier fuer ein Jahr ist, hat das ganze geplant, allein es fehlten uns die Gelder. So haben wir fleissig Donnationletters verfasst und Gelder beantragt... So ein Haeuslein kostet zwar nur etwa 300 Euro, aber das sind hier halt 3000 Rand und das kann man vom Wert her schon in europaeische Verhaeltnisse umrechnen als waeren es 3000 Euro. Und dann kamen hier die Woche zwei weisse Typen an, sassen in unserer Bar rum und haben uns zwei Tage ziemlich doof angeschaut. Wir sie umgekehrt auch, denn Weisse verirren sich sehr selten nach Lulekani und die zwei sehen stark nach Marke Schwerverbrecher und potentielle Vergewaltiger aus. Irgendwann haben sie sich dann mal erkundigt, was hier eigentlich so viele Weisse machen, das Frauenhaus angeschaut und sich spontan von uns dazu ueberreden lassen, unser Chickenhouse zu bauen. Es stellte sich naemlich heraus, dass die zwei sowas wie ein Bauunternehmen haben, ueberall im Land Bankautomaten einbauen und super reich sind. Wie sehr man sich durch das Aeussere taeuschen lassen kann... Und da sie grade von ein paar Bankautomaten zurueckkamen, hatten sie noch Steine und Zement uebrig Und den Rest spendeten sie uns einfach: Steine, Holz, noch mehr Zement, Zaun, 4 Huehner und einen Hahn, damit sich die lieben auch zahlreich vermehren:-), und mal noch so 4 Arbeiter, die das ganze fuer uns bauen. Alles ganz easy und kein Problem! Und weil sie schon mal da sind, haben sie uns auch taeglich zu saemtlichen Barrunden eingeladen, in die Stadt zum Essen, unseren dreiviertelsen Dankeschoen-Brai gezahlt, fuer uns gekocht etc. Das kann man gar nicht glauben, dass es sowas gibt. In Afrika gilt wohl die Devise, dass diejenigen, die Geld haben, denen helfen, die keines haben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dafuer sollte der, der Hilfe erhalten hat, diese auch wieder an jemand anderen weitergeben, der Hilfe braucht. Die zwei bedankten sich auch in einer langen Rede (Afrikaner jeder Couleur lieben endlos lange Reden zu allen Gelegenheiten) bei uns. Ihre Motivation uns zu helfen sei, dass sie sich freuten, dass wir in ihr Land kommen, um ihren Landsleuten fuer nichts zu helfen, sogar noch Geld zu zaheln, um helfen zu koennen. Und das mindeste, was sie fuer uns tun koennten, waere eben ihre Hilfe und ihre Einladungen... Okay, da hab ich nix dagegen)
So viel von hier und heute:-)
Ganz liebe Gruesse nach Hause
Steffi
19.11.06 14:36
 


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